Inhalt der Seite: Tipps für Betroffene▲ Übersicht

 

Tipps für Schwerhörige, Ertaubte und Cl-Träger

Sie verstehen schlecht? "Alles" um Sie herum nuschelt so und/oder spricht zu schnell, leise und undeutlich? Könnte es nicht eher sein, dass Ihre eigenen Ohren nicht mehr so "mittun"? Wenn Sie bemerken, dass Sie nicht mehr wie gewohnt kommunizieren können und das dann in immer mehr Situationen, ist es an der Zeit, bei sich selber Veränderungen herbeizuführen. Verlieren Sie nicht den Mut - Ihre nachlassende Hörfähigkeit ist auch eine Chance zu einer Neuorientierung Ihres Lebens. Gehen Sie doch mal zum HNO-Arzt, einfach, um sich beraten zu lassen. Er kann Ihnen sagen, was Sache ist und die für Sie richtigen Hilfsmög-lichkeiten aufzeigen.

Dies können u. a. sein:

Sorgen Sie selbst für sich. Nur Sie allein wissen, was für Sie selber gut ist und was Sie brauchen, um so gut wie möglich zu verstehen. Deshalb können und müssen Sie die immer neuen Gesprächssituationen bewusstgestalten und beeinflussen. Hier können Tipps gegeben werden, aber umsetzen können nur Sie selber diese Ratschläge. Die gut Hörenden sind den Nicht-Hörenden gegenüber verunsichert - Sie sind den gut Hörenden gegenüber verunsichert. Je offener und gelassener Sie dem gut Hörenden gegenüber treten, desto leichter ist es für ihn, sich auf Sie und Ihre Bedürfnisse einzustellen. Stehen Sie klar zu sich und bringen Sie Ihre Bedürfnisse freundlich aber fest an den Mann/an die Frau. Fordern Sie nicht, seien Sie ruhig und freundlich. Und vergessen Sie den Humor nicht! Nun aber ein paar "Tipps", die auf alle Fälle im Umgang mit den gut Hörenden helfen.

Tipps für den Umgang mit Tinnitusbetroffenen

Chronische Ohrgeräusche (Tinnitus) sind für viele Menschen eine sehr große Belastung. Viele Hörgeschädigte haben zusätzlich Tinnitus und benötigen viel Ruhe. Stress-Situati-onen verstärken den Tinnitus. Tin-nitusbetroffene sind oft besonders geräuschempfindlich.

Versuchen Sie, alle Nebengeräusche abzustellen, die in einem Gespräch stören können. Fragen Sie, ob Sie zu laut oder zu leise sprechen. Fragen Sie, ob ein Ohr oder beide Ohren betroffen sind und auf welcher Seite der Betroffene lieber angesprochen wird.

Tipps für den Umgang mit Hyperakusis-Betroffenen

Mit Hyperakusis bezeichnet man das Symptom der "Überempfindlichkeit" gegen Lautstärke. Sie ist ein von den überforderten Hörzellen ausgesendetes Alarmzeichen.

Lassen Sie es zu, dass sich der Schwerhörige zurückzieht, dass er einige Zeit "nichts" mehr hören will. So kann er sich etwas erholen. Evtl. hilft angenehme Musik, die Stimmung zu verbessern und eine Entspannung herbeizuführen.

Und am besten: Fragen Sie den Betroffenen selbst, was er braucht.